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| Macha
Meril (als Lizzy) und Mario Girotti
bzw. Terence Hill (als Richard Forsythe)
in einer Drehpause am Fluß Cetina
bei Split |
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Der Anfahrtsweg zum Drehort des fünften Karl-May-Films
'Der Ölprinz' (1965) führte - 30 Kilometer hinter
dem Ex-Jugoslawischen Küstenstädtchen Split -
über eine steinige, matschige, Schlagloch bestückte
und sich eng an ungesicherten Abgründen entlang schlängelnde
Straße. Es regnete und ein kalter Wind peitschte die
Zweige der ohnehin kargen Pflanzen an den Boden. "Nach
einer Fahrt auf dieser Mondlandschaft waren die Stoßdämpfer
meines Wagens kaputt" sagte Regisseur Harald Phillip.
Unangenehm und gefährlich waren auch die Aufnahmen
der Filmszenen, in denen Winnetou (Pierre Brice), Frau Ebersbach
(Antje Weisgerber), Richard Forsythe (Mario Girotti/Terence
Hill) und Lizzy (Macha Meril) Kinder von einem Floß
zu retten haben, das auf einem reißenden Fluß
treibt. Der Fluß heißt Cetina und ist wirklich
reißend. Regisseur Philipp: "Wir hätten
unseren Film natürlich später beginnen können,
um sicher zu gehen, daß die Sonne wirklich scheint,
aber wir brauchten einerseits den Regen, damit der Fluß
auch tatsächlich reißend ist. Andererseits hätten
wir gern wenigstens zwischendurch Sonne gehabt, um zügig
arbeiten zu können. Wie man sieht, kann man beides
eben nicht haben."
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| Terence
mußte einen Schutzanzug tragen,
um sich vor Kälte und Wasser
zu schützen |
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Die Schauspieler mußten - bei der Kälte - in
einen Gummianzug schlüpfen, der sie vor Wasser und
Kälte unter ihrem Kostüm schützen sollte.
Das Wasser des Flusses hatte nämlich acht Grad
Celsius. Alle Darsteller dieser Szenen mußten
hinein. Allerdings konnten sie die Schutzanzüge
nicht immer tragen, denn bei den Großaufnahmen
würde man sie erkennen.
Aus diesem Grund weigerte sich Pierre Brice überhaupt,
mit einem derartigen Schutzanzug zu drehen. Da alle -
auch die Damen - täglich rund drei Stunden im Wasser
waren - natürlich mit Unterbrechungen - fror Pierre
Brice am stärksten. "So muß sich Gefrierfleisch
anfühlen", sagte er grinsend und mit Galgenhumor.
Das Lachen verging jedoch allen Beteiligten, als einer
der Stuntmen plötzlich in den Stromschnellen unterging.
Von einem Strudel in die Tiefe gerissen, kam er erst
100 Meter flußabwärts wieder hoch. Verzweifelt
um Luft ringend konnte er im letzten Augenblick das für
eine provisorische Fähre über den Fluß gespannte
Stahlseil packen. Dann holten ihn die Männer mit
einem zugeworfenen Seil ans Ufer. Wenige Minuten später
passierte dem erfahrenen und in unzähligen Hollywoodfilmen
abgebrühten
amerikanischen Chef-Stuntman Allan Pinson das gleiche Mißgeschick.
"Der Fluß ist teuflisch", sagte Pinson,
als er wieder an Land war. Wie teuflisch er ist, sieht
man an den Aufnahmen vom treibenden Floß.
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| Das
schwere Holzfloß mußte
zerlegt und mit viel Mühe an
Land wieder an die Startstelle getragen
werden. Das dauert im Durchschnitt
vier Stunden |
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Drei Kameras waren auf das Floß gerichtet, als es
von Flößern gesteuert den Cetina herunter trieb.
Gerade in der vorletzten Flußbiegung verschwand die
Sonne, auf die man zwei Stunden gewartet hatte, hinter einer
schwarzen Wolke. Das schwere Holzfloß mußte
nun zerlegt und mit viel Mühe an Land wieder an die
Startstelle getragen werden. Das dauert im Durchschnitt
vier Stunden. Bei einem solchen Start zog die Strömung
das Floß so ungestüm weg, daß das Seil
den drei bärenstarken Flößern die Hände
blutig schnitt. Stewart Granger (Old Surehand), Harald Leipnitz
(Ölprinz), Gerhard Frickhöffer und Komiker Heinz
Erhardt schätzen sich glücklich, daß sie
bei den Wasseraufnahmen nicht eingeplant waren.
Videoclip
der Szene
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