 |
 |
 |
| Don
Matteo als 'Hausmann'. Terence Hill
lebt mit seiner Frau Lori, die er
1967 heiratete, seit über 30
Jahren in Amerika. Seit vielen Jahren
pendelt er zwischen den USA, Italien
und Deutschland und hat die Speisen
dieser Länder kennengelernt.
"Lacht nicht", sagt er,
"mein Leibgericht ist Spaghetti
mit Ketchup! Köstlich!"
|
|
|
|
Der 'Müde
Joe' in seiner Westernkluft, seine stahlblauen
Augen und sein ansteckenden Lächeln werden uns immer
unvergessen bleiben. Das war 1970. Heute, 32 Jahre später,
hat er die Cowboyklamotten gegen die Priesterkutte getauscht
- geblieben sind jedoch die blauen Augen und das Lächeln.
Versteckt er ein Bildnis auf dem Dachboden, welches für
ihn altert, wie einst Dorian Gray? Doch gutes Aussehen ist
für Terence in der Rolle des Don
Matteo nur zweitrangig. Der Schwerpunkt liegt auf
seiner Bescheidenheit und Gutmütigkeit. Eigenschaften,
die ihn (in Italien) in kurzer Zeit zum beliebtesten Serienhelden
gemacht haben. Die dritte Don Matteo Serie knüpft an
den Erfolg der ersten beiden Staffeln an, die von Zuschauern
aller Altersstufen verfolgt wurden.
 |
 |
| Terence
bekam die Auszeichnung 'Bester Schauspieler
des Jahres' beim Internationalen Fernsehfestival
von Monaco |
|
|
|
Don Matteo ist großzügig, intuitiv, ungezwungen
und vorurteilsfrei. Haben dich diese Eigenschaften dazu bewegt,
Don Matteo
zu spielen?
Don Matteo gefiel mir besonders weil er auch Detektiv ist,
nicht nur Pfarrer. Seine Persönlichkeit hat einen abenteuerlichen
Touch, das suche ich in jeder Rolle die ich spiele, seit der
Zeit des 'müden Joe'. Ich habe mich so an abenteuerliche
Rollen und Geschichten gewöhnt, daß sie nun Teil
meiner Persönlichkeit geworden sind. Eigentlich gibt
es keinen großen Unterschied zwischen der Cowboykluft
und dem Talar: Beide werden von geheimnisvollen Persönlichkeiten
getragen.
War es einfach für dich, einen Priester darzustellen
- oder mußtest du dich anstrengen?
Am Anfang war ich etwas hilflos. Seine große Selbstsicherheit
hat mich wenig überzeugt. Er hatte kaum Zweifel und
meine persönliche Meinung ist, daß ein sensibler
Mensch oft zweifelt und sich ständig in Frage stellt.
Gewissheit kommt Schritt für Schritt. Ich will nicht
behaupten, daß ich ihn menschlicher gemacht habe,
doch ich wollte, daß andere sich in seinem Wunsch,
die Wahrheit zu finden, wiedererkennen.
Wir konnten dich schon als Pfarrer in der Neuverfilmung
von 'Don
Camillo' sehen, in der du die schwierige Aufgabe
bewältigt hast, den großen französischen
Schauspieler Fernandel zu ersetzen. Gibt es Ähnlichkeiten
zwischen den beiden Priestern?
Ich finde nicht. Don Camillo war sehr festgelegt und politisch
engagiert. Don Matteo ist moderner und zeitgemäßer.
Er ist Detektiv weil er einen Sinn für Gerechtigkeit
hat und von Kindesbeinen an neugierig ist.
 |
 |
Eine
dramatische Szene aus "Don Matteo":
Der Reiterhof nahe Don Matteos Heimatort
steht in Flammen |
|
|
|
|
 |
Obwohl du viele Filme 'solo' gedreht hast, wirst
du für die Zuschauer immer die 'zweite Hälfte
von Bud Spencer' sein. Habt ihr eine gute Beziehung?
Na klar! Wir telefonieren oft und sehen uns, wann wir können.
Unsere Freundschaft ist echt und tief. Wir sind nicht nur
Partner auf der Leinwand, wir sind Freunde. Wir respektieren
und ergänzen uns.
Du bist ein stiller und zurückhaltender Mensch,
wurdest jedoch durch lustige Filme berühmt und hast
Rollen gespielt, die ganz anders sind als du selbst. War
es schwer für dich?
Nein, gar nicht. Ich habe eine lustige und ironische Seite
in mir, die schnell zum Vorschein kommt, das habe ich von
meiner Mutter geerbt. Diese Seite von mir, die ich eigentlich
lieber als 'ironisch', nicht als 'komisch' bezeichne, zeigte
sich im Film 'Die
rechte und die linke Hand des Teufels' zum ersten
Mal. Alle sahen, daß zwischen Bud und mir eine seltsame
Art von 'Chemie' besteht: Wenn wir zusammen sind, wird plötzlich
alles was wir tun lustig. Mit der Zeit wurden meine Rollen
etwas ruhiger, genau wie ich selbst.
Du
lebst in den USA. Warum?
Es gibt viele Gründe und manchmal passieren die Dinge
einfach so. Es ist wichtig, daß man sich an einem
Ort wohl fühlt. Ich verbringe jedoch viel Zeit in Italien
und auch in Deutschland, wo ich aufgewachsen bin.
Photos von Memmo Palombi, Interview geführt mit
Cielo Panaro von 'TV Fiction' November 2002.
Übersetzung von Terencehill.com, veröffentlicht
mit freundlicher Genehmigung von TV Fiction Magazine
|